Dem Al seine Tochter ihr Roman
März 22, 2009
Kristin Gore, Sammy’s Hill
(kein dt. Titel)
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Samantha Joyce ist 28 und Expertin fürs Gesundheitswesen im Büro des US-Senators Richard Gary. Neben ihrem stressigen Job kämpft sie gegen die Todessehnsucht ihrer japanischen Kampffische, diverse Neurosen (hypochondrische und sonstige) und ihr eigenes Liebesleben.
Es entwickeln sich schnell zwei Hauptthemen: Sammys Bemühungen, sich im Job mehr einbringen zu können und politisch etwas zu verändern; und ihre Beziehung zu Aaron, der zu gut für sie zu sein scheint, um wahr zu sein, und nur den einen Fehler zu haben scheint: Er ist Redenschreiber für einen arroganten, machthungrigen Senatskollegen.
Dass mit Aaron noch mehr nicht stimmen kann, merkt der Leser leider lange vor Sammy, und diese Story implodiert kurioserweise nach ca. zwei Dritteln des Romans komplett. Der Plot um Sammys politische Karriere gewinnt dann zwar deutlich an Fahrt, aber insgesamt wirkt die Handlung schlecht ausbalanciert. Der Fokus auf Sammys romantischen Erlebnissen lässt das Ganze etwas nach chick lit riechen, aber die beste Beschreibung ist wohl „Ally McBeal meets West Wing“ – und damit sind durchaus die guten ersten Staffeln von Ally McBeal gemeint.
Insgesamt ein ganz unterhaltsamer Roman mit einer sympathischen Hauptfigur, den man locker im Flugzeug oder im Zug lesen kann, aber nichts besonderes. (Übrigens: Die Autorin ist die Tochter von Ex-Vizepräsident Al Gore und weiß vermutlich, worüber sie da schreibt.)
Zeitreisen für Mädchen
März 22, 2009
Stephen Baxter, The H-Bomb Girl
(kein dt. Titel)
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Stephen Baxter ist normalerweise ein Autor, der eher die großen Ideen anpackt und daraus dann oftmals spannende, aber immer auch relativ anstrengend zu verfolgende Geschichten spinnt. In diesem Buch, das sich (wenn auch nicht explizit) an „young adults“ wendet, liegen die Dinge etwas anders. Von den üblichen Verwirrungen einmal abgesehen, die Zeitreisen immer so mit sich bringen, wird hier eine ziemlich schnörkellose Geschichte linear erzählt.
Es geht, grob gesagt, um Laura, die aus nicht abschließend erklärbaren Gründen im Jahr1962 den Schlüssel zu einem Bomber der britischen Luftwaffe besitzt. Der Schlüssel, der eigentlich ihrer Sicherheit dienen soll, lockt leider miteinander konkurrierende Besucher aus der Zukunft an, die allesamt mit dessen Hilfe die Geschichte verändern wollen.
Unglücklicherweise leiden Laura und ihre Freunde am Dumme-Protagonisten-Syndrom, d. h. sie treffen mit schönster Regelmäßigkeit schwachsinnige Entscheidungen, die nur dazu dienen, die Handlung am Laufen zu halten. Die verschiedenen Varianten der Zukunft, die sich aus den verschiedenen Auflösungen der Kubakrise ergeben würden, sind leidlich interessant, aber leider sind auch viele Entwicklungen absolut absehbar, und auf die beiden großen Enthüllungen werden die meisten Leser wohl nur mit „na endlich“ reagieren.
Baxter ist ein hervorragender Schriftsteller, aber selbst, wenn er diesen Roman für 14-jährige Mädchen geschrieben haben sollte, hat er dieses Mal sein Publikum unterschätzt.
Der beste Hund der Welt
Februar 21, 2009
Ted Kerasote, Merle’s Door
(kein dt. Titel)
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Ted Kerasote ist ein amerikanischer Autor, der sich vor allem mit Outdoorthemen beschäftigt. Dieses Buch ist eine Art Autobiographie der 15 Jahre seines Lebens, die er mit seinem Hund Merle geteilt hat. Dabei begibt er sich aber auch immer wieder auf Exkurse über die Entstehung der Gattung „Hund“ und ihrer Beziehung zum Menschen.
Das Buch beginnt damit, wie Merle, ein ausgezehrter, offenkundig ausgesetzter Streuner, Kerasote während eines Kanuausflugs zuläuft. Kerasote nimmt ihn mit nach Hause nach Wyoming, wo er Merle weiterhin große Freiheiten zugesteht (die titelgebende „Merle’s door“ ist die Hundeklappe, durch die Merle kommen und gehen kann, wie er möchte) und mit ihm oft jagen, auf Rad- und Skitouren geht.
Die Informationen darüber, wie Hunde ticken, sind interessant, aber das Faszinierende an dem Buch ist die Beziehung zwischen Merle und Ted, der ihn nie als „nur einen Hund“ betrachtet. Der Nachteil ist allerdings, dass die meisten Leser – wie ich auch – den Eindruck gewinnen werden, einem Hund nie auf dieselbe weise gerecht werden zu können.
Alles in allem aber absolut lohnenswert; es ist überaus schade, dass dieses Buch (bisher) nicht in deutscher Übersetzung erschienen ist.
Das andere SF
Januar 25, 2009
Armistead Maupin, Tales of the City
(dt. Titel: Stadtgeschichten)
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Ich habe was übrig für Fortsetzungsgeschichten. Ich mag die epische Art, wie die Story nie aufhört, und quasi das Leben selbst emuliert, indem es immer und immer wieder irgendwie weitergeht. Deswegen halte ich mich auch von Seifenopern fern, denn ich weiß, wie schnell ich da hängenbleibe und nie wieder davon loskomme – egal, wie idiotisch sie sein mögen.
Vor allem deswegen fand ich auch die Stadtgeschichten toll, als ich sie vor ewigen Jahren das erste Mal gelesen habe, damals noch auf deutsch. Jetzt habe ich den ersten Band noch einmal gelesen – quasi zur Recherche, denn ich spiele mit dem Gedanken, mal wieder Fiction zu schreiben, und diesmal vielleicht was Serielles.
Gelernt habe ich dabei schon etwas, denke ich. Habe ich es auch genossen? Naja. Die Tales of the City sind sehr spezifisch verortet in einer Zeit (Ende der 1970er) und an einem Ort (San Francisco), die als gegeben vorausgesetzt wird, in die man sich aber heute kaum noch einfühlen kann. Es ist mir oft passiert, dass ich plötzlich nicht mehr in der Handlung steckte, sondern mich aus der Distanz fragte: War dieser Handlungsstrang jetzt total riskant für die damalige Zeit, oder war er ganz banal? Oder dass ich eine Anspielung als Anspielung erkannte, sie aber nicht verstand. Oder dass ich mich damit beschäftigte, dass die Charaktere praktisch alle ohne Moral auskommen, und ob ich das als Leser gutheißen kann (oder ob ich die Moral der damaligen Zeit einfach nicht erkenne).
Ach so, inhaltlich geht es in guter, alter Soap-Manier um das Leben eines bunt zusammengewürfelten Haufens von Menschen, die ganz überwiegend auf der Suche nach (in erster Linie) jeder Menge Sex und (in zweiter Linie) sich selbst sind. Und als wäre es eine deutsche Soap aus den 90ern und nicht ein kalifornischer Fortsetzungsroman aus den 70ern, geht es vor allem um junge Leute (die neu zugezogene Mary Ann, die sexuell verwirrte Werbetexterin Mona, den schwulen Gigolo Michael, den Hetero-Gigolo Brian, das arrogante Model D’orothea, den Proto-Yuppie Beauchamp, seine frustrierte Frau DeDe, ihren schwulen Gynäkologen Jon) und weniger als eine Handvoll Vertreter der nächstälteren Generation (die mysteriöse Vermieterin Mrs. Madrigal und der alternde Tycoon Edgar).
Berg und Tal, aber überwiegend Berg
Januar 6, 2009
Joe Simpson, The Beckoning Silence
(dt. Titel: Im Banne des Giganten)
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Joe Simpson ist der Kletterer, der in den 1980ern tief in den Anden so ungüstig ins Seil stürzte, dass sein Partner das Seil durchschneiden musste, um sich selbst zu retten. Simpson fiel in eine Gletscherspalte und schleppte sich tagelang trotz gebrochenen Beins und ohne Wasser und Nahrung ins Lager zurück. Während seiner Reha fiel ihm auf, dass man mit der Geschichte wenigstens etwas Geld machen könnte, und er schrieb Touching the Void (dt. Sturz ins Leere).
Dieses Buch ist nun fast eine Fortsetzung, wenngleich Simpson zwischendurch auch noch andere Bücher geschrieben hat. Das dominierende Thema in The Beckoning Silence sind Vergänglichkeit, Tod und Risikobereitschaft. Während Simpson ins „mittlere Alter“ übergeht und zunehmend Freunde aus dem Extremsport-Bereich sterben sieht, beobachtet er sich dabei, wie er die Lust am thrill des Extremen nach und nach verliert. Sein Plan: die Gefahr aufgeben, aber erst nach einer Art Abschiedstournee über einige der beeindruckendsten Kletterrouten der Welt. Diese führt ihn relativ schnell zur Eigernordwand, wo er nicht nur eine Durchsteigung angeht, sondern auch – dem Thema des Buchs angemessen – die tragische Geschichte der Hinterstoisser-Kurz-Seilschaft aufgreift.
Die Handlung ist hier naturgemäß weniger stringent als in Touching the Void, und das Thema kann manchmal arg deprimierend sein. Aber Simpson weiß, wie man Pathos schürt, ohne dabei kitschig zu werden. Zudem ist es nicht nur hoch interessant, sondern auch sympathisch, wie er mit seinen persönlichen Dämonen kämpft und versucht, seine eigene Faszination vom Risiko und von den Bergen zu verstehen.
Empfehlenswert, auch wenn der deutsche Titel mal wieder das Thema völlig verfehlt – „Der Ruf der Stille“ wäre zuviel verlangt gewesen?
Eine außerirdische Weihnachtsgeschichte
Januar 6, 2009
Connie Willis, All Seated on the Ground
(kein deutscher Titel)
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Die Außerirdischen sind gelandet – aber sie kommunizieren nicht mit uns, sondern schweigen das Komitee an, das den ersten Kontakt herstellen soll. Erst als sie zufällig in einem Einkaufszentrum das Weihnachtslied „While Shepherds Watched Their Flock“ hören, setzen sie sich genau beim darin enthaltenen Wort „seated“ auf den Boden. Ein erster Akt der Kommunikation?
Mit dieser mit viel Wohlwollen gerade mal novellenlang zu bezeichnende Kurzgeschichte setzt Willis ihre bisher so großartige Reihe weihnachtlicher Erzählungen fort, aber leider will der Funken diesmal nicht so recht überspringen. Der Plot ist im Prinzip eine zusammengestrichene Version von Willis’ weit besserem Roman Bellwether (plus Aliens) und entsprechend vorhersehbar. Extrem ärgerlich ist auch, dass die Protagonisten die Aliens die längste Zeit wie Pawlowsche Hunde behandeln und nicht wie die Angehörigen einer überlegenen Zivilisation, die sie offenkundig sind.
Das Ganze ist amüsant zu lesen, mehr aber leider diesmal nicht. Den Hugo Award für die beste Novelle 2008 hat All Seated on the Ground trotzdem gewinnen können.
Im Reich der Blauen Ameise
Dezember 23, 2008
William Gibson, Spook Country
(dt. Titel: Quellcode)
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In dieser sehr, sehr losen Fortsetzung von Gibsons Pattern Recognition (dt. Mustererkennung) erhält Hollis Henry, Ex-Mitglied der Indie-Band The Curfew und aufstrebende Journalistin, scheinbar den Auftrag, einen Artikel über ortsgebundene virtuelle Realitäten zu schreiben. In Wirklichkeit geht es aber um einen Frachtcontainer mysteriösen Inhalts, den sie für den Werbemagnaten Hubertus Bigend verfolgen soll. Parallel dazu lernen wir Milgrim kennen, der von einem (Ex-?)Geheimdienstagenten entführt wurde, weil er die russische Geheimsprache Volapuk versteht, und Tito, der aus einer chinesisch-russisch-kubanischen Familie stammt, die kriminelle Dienstleistungen anbietet.
Es dauert eine ganze Weile, bis die drei Handlungsstränge zusammen kommen, und das stellt die Geduld des Lesers durchaus auf eine gewisse Probe, da vor allem die Handlung um Tito lange Zeit wenig Sinn ergibt. Dann nimmt der Roman aber an Fahrt auf und hält diesen schnellen Schritt auch bis kurz vor Schluss durch. Das macht dann ordentlich Spaß.
Thematisch geht es, wie schon in Pattern Recognition, darum, wie unsere Welt nach den Anschlägen vom 11. September 2001 aussieht, und wie diese sich vor allem auf die Gemeinschaft der Agente, Spione und Geheimdienstler ausgewirkt haben. Angenehmerweise passiert das aber nebenbei, während sich die Thriller-Handlung entfaltet, und drängt sich nie störend in den Vordergrund.
Die Caliban-Connection
November 30, 2008
Harry Thompson, This Thing of Darkness
(kein deutscher Titel)
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Am 1. August 1828 beging Captain Pringle Stokes Selbstmord, woraufhin die britische Admiralität sein bisheriges Kommando an den jungen Leutnant Robert FitzRoy übergab – eine Brigg namens HMS Beagle. FitzRoy, ein gewissenhafter Offizier mit unerfüllbar hohen Ansprüchen an sich selbst, macht sich an die Erkundung und Kartierung Feuerlands, aber in der vorgegebenen Zeit kann er diese Aufgabe nur oberflächlich erfüllen. Er setzt sich für eine zweite Mission nach Feuerland ein, und diesmal nimmt er einen jungen Kleriker namens Charles Darwin mit. Es soll eine Reise werden, die die Welt verändert.
Harry Thompson, der leider kurz nach der Veröffentlichung dieses, seines ersten, Romans im Jahr 2005 verstorben ist, schildert die berühmte zweite Reise der Beagle, aber auch die Nachwehen für FitzRoy und Darwin, ohne Pathos, dafür aber trotz der fiktionalisierten Handlung mit großem Realismus. Das Kernthema des Romans – Wissenschaft gegen Religion – wird geschickt in die persönliche Geschichte eingebunden: Der zu Depressionen neigende FitzRoy verstrickt sich immer tiefer in seine vorgebliche Unzulänglichkeit, und die Freundschaft zwischen ihm und Darwin zerbricht zunehmends an Darwins Hinwendung zur Wissenschaft und der Abkehr von christlichen „Tatsachen“.
Nebenbei ist This Thing of Darkness (übrigens eine Anspielung auf das ausgebeutete Monster Caliban in Shakespeares Der Sturm) aber auch noch ein packender Abenteuerroman über die Erforschung fremder Länder und das raue Leben nicht nur auf See, sondern auch an der Grenze der Zivilisation. Angesichts dieser Menge an miteinander verwobenen Inhalten vergibt man dem Buch auch, dass es mit 850 Seiten vielleicht etwas lang ausgefallen ist.
Interstellarer Kulturschock
September 17, 2008
Michael Flynn, Eifelheim
(kein deutscher Titel)
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Im Jahr 1348 landen Außerirdische in der Nähe des kleinen Dorf Oberhochwald mitten im Schwarzwald. Nun ja, sie landen weniger, als dass sie dort abstürzen und stranden. Bald findet der sprichwörtliche erste Kontakt zwischen den Oberhochwaldern und den grashüpferähnlichen Aliens statt, und obwohl die mittelalterlichen Dorfbewohner die Fremden zunächst für Dämonen halten, gewöhnt man sich im Laufe der Zeit aneinander und beginnt mit Hilfe einer kruden Übersetzungsmaschine, miteinander zu reden und Gedanken auszutauschen. Parallel dazu wird von Tom und Sharon erzählt, die in der Gegenwart versuchen, herauszufinden, warum das Dorf Oberhochwald aufgegeben und in der Gegend nie wieder gesiedelt wurde.
Es ist ein faszinierendes Konzept, das der Autor hier vor uns ausbreitet, und die Hilflosigkeit, mit der die atheistischen, technikorientierten Aliens und die tiefchristlichen Dorfbewohner zu kommunizieren versuchen und trotz aller „menschlichen“ Nähe zueinander zum Scheitern verurteilt sind, ist fast schon herzzerreißend. Leider zieht sich das Ganze etwas hin, was auch an der immer wieder parallel montierten – und bis kurz vor Schluss nicht übermäßig interessanten – Geschichte von Tom und Sharon liegt. Als schließlich zu allem Überfluss auch noch die Pest ausbricht, kommt man nicht umhin, „Eifelheim“ mit Connie Willis’ „Doomsday Book“ zu vergleichen, und in dem Vergleich unterliegt „Eifelheim“. Nichtsdestotrotz ist es ein originelles Buch voller interessanter Ideen, angenehm geschrieben und durchaus auch spannend.
Sechs Norweger in Amerika
September 15, 2008
Kathryn Forbes, Mama’s Bank Account.
(deutscher Titel: Mamas Bankkonto)
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„Mama’s Bank Account“ ist ein ziemlich altes Buch – es erschien erstmals 1943 – und seit Mitte der 60er Jahre ist keine deutsche Ausgabe mehr erschienen. Es ist außerdem ein ziemlich dünnes Büchlein. Es erzählt in siebzehn anekdotenartigen Kapiteln von einer armen, norwegischstämmigen Familie, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts in San Francisco lebt. Es handelt sich dabei um eine offenbar stark fiktionalisierte Biographie der Autorin, einer geborenen Anderson. Und es ist einfach nur nett.
Die Geschichten sind so simpel, wie man sie sich nur vorstellen kann: Katrin, die kindliche Erzählerin, bringt Fleischbällchen zu einer Teeparty mit in die Schule und wird ausgelacht. Katrins Vater muss operiert werden, aber die Familie weiß nicht, wo sie das Geld auftreiben soll, um den Arzt zu bezahlen (sie bezahlen in Naturalien). Katrin wünscht sich ein Geschenk zum Mittelschulabschluss, für das die Familie kein Geld hat, und bekommt stattdessen eine alte Brosche, deren sentimentalen Wert sie (zunächst) nicht erkennt.
Aber es sind eben nette, freundliche, liebenswerte Geschichten aus einer Zeit, die vielleicht nicht gut und alt war, aber einfacher und familiärer. Und obwohl die Geschichten ohne große Sentimentalität erzählt werden, wird einem am Ende doch ordentlich warm ums Herz.